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Photoshop: HDR-Look künstlich erzeugen

Photoshop: HDR-Look künstlich erzeugen

High Dynamic Range Aufnahmen, kurz HDR, sind Fotos mit einem sehr hohen Dynamikumfang. Diese sind durch ihre starken Kontraste und die enormen Helligkeitsunterschiede besonders prägnant und auffällig.

Der Dynamikumfang eines HDR-Bildes übersteigt die Möglichkeiten einer Kamera, weshalb HDR-Bilder in der Fotografie mit Hilfe von Belichtungsreihen aufgenommen werden. Die unterschiedlich belichteten Aufnahmen werden im Nachhinein übereinandergelegt, um die starken Konturen, die durch den erhöhten Kontrast entstehen, ins Bild zu bringen.

Aber auch ohne eine Belichtungsreihe lässt sich in der Nachbearbeitung der HDR-Effekt erzeugen. Hier findest du eine Anleitung wie du den HDR-Effekt in deinen Aufnahmen simulierst.

HDR-Look Schritt für Schritt mit Photoshop

Eine solche Nachbearbeitung ist grundsätzlich auch mit einem JPEG-Format möglich und trotzdem empfiehlt es sich immer, im RAW-Format aufzunehmen und auch diese Datei für die Fotobearbeitung zu nutzen.

Für die nachträgliche Erzeugung des HDR-Look benötigst du nur ein einziges Tool, in dem du alle Einstellungen für diese Nachbearbeitung findest. Öffne in der oberen Menüleiste den Reiter «Bild» und wähle die Option «Korrekturen». In diesem Kontextmenü findest du die Funktion «HDR-Tonung».

Anschliessend öffnet sich ein neues Fenster. Dort findest du unterschiedliche Einstellungsbereiche wie «Leuchtkonturen», «Farbton und Detail», «Erweitert» und «Toning-Kurve und Histogramm».
Anschliessend öffnet sich ein neues Fenster. Dort findest du unterschiedliche Einstellungsbereiche wie «Leuchtkonturen», «Farbton und Detail», «Erweitert» und «Toning-Kurve und Histogramm».

Schritt 1: Verstärken der Leuchtkonturen

Bereits durch das Öffnen der Funktion «HDR-Tonung» wird das Bild durch die Voreinstellung etwas heller. Mit dem Einstellungsbereich «Leuchtkonturen» können bereits die Konturen des Fotos etwas herausgearbeitet werden. Dazu solltest du sowohl den Regler «Radius» als auch «Stärke» nach rechts bewegen. In unserem Beispiel wurde für den Radius eine Grösse von 150 Pixel und Stärke im Wert von 1,5 gewählt. Im Vergleich zu vorher ist zu erkennen, dass die Konturen etwas mehr strahlen und dadurch stärker herausstechen.

Vergleich-Leuchtkonturen

Schritt 2: Betonen der Mittenkontraste

Im nächsten Schritt steht die Betonung der Mittelkontraste im Fokus. Im Menü der «HDR-Tonung» kannst du diese im Bereich «Farbton und Detail» beeinflussen. Stelle dazu «Gamma» auf 0,7 und «Belichtung» auf 0,3. Die Aufnahme wird dadurch reicher an Farbe. Erhöhe anschliessend den Wert «Detail» drastisch auf 150 Prozent, um die Mittenkontraste stark zu betonen. Für einen noch stärkeren Effekt kannst du den Wert «Detail» auch auf 200, 250 oder höher stellen.

Vergleich-Mittelkontraste

Schritt 3: Korrigieren von Sättigung und Dynamik

Der Einstellungsbereich «Erweitert» beherbergt vier Regler zu den Tiefen, den Lichtern, zur Dynamik und der Sättigung. Die Regler «Tiefen» und «Lichter» bleiben zunächst unberührt. Allerdings kannst du diese bei Bedarf jederzeit verwenden. Die Tiefen regeln die dunklen Töne im Bild und machen diese heller oder dunkler, je nach dem in welche Richtung du den Regler bewegst. Der Regler «Lichter» steuert die hellen Töne.

Setze nun die «Dynamik» auf 80 Prozent hoch, um mehr farbliche Brillanz in dein Foto zu bringen. Die Sättigung kannst du wie in der Voreinstellung bei 20 Prozent belassen. Nach diesen 3 Schritten erhälst du bereits ein farbenprächtiges Foto mit starken, auffallenden Konturen und Kontrasten. An diesem Punkt könnte dein Foto mit HDR-Effekt bereits fertig sein.

HDR-Look-3-Schritte

Schritt 4: Den HDR-Effekt verstärken

Sollte dir der bislang entstandene Effekt nicht ausreichen und du möchtest ein noch kontrastreicheres Bild, dann solltest du den vierten und letzten Einstellungsbereich der Funktion «HDR-Tonung» verwenden. Mit Hilfe der im Histogramm eingetragenen Toning-Kurve kannst du ganz einfach den Kontrast noch weiter erhöhen. Setzte dazu auf der geraden Linie zwei Punkte. Den ersten unterhalb und den zweiten oberhalb der Mitte. Ziehe den unteren Punkt etwas nach unten und den oberen weiter nach oben, um mehr Kontraste in der Aufnahme zu schaffen.

Screenshot-Einstellungen 6

Du kannst den Verlauf der Kurve solange variieren, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist.

Zum Abschluss schliesse die Funktion «HDR-Tonung» mit einem Klick auf «Ok» und speicher dein Ergebnis ab.

Viel Spass beim Ausprobieren!

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