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Snowboarder machen Pause und albern im Schnee herum.

Stimmige Wintersport-Fotos schiessen

So gelingen die Aufnahmen im Schnee mit Kamera und Smartphone

Du bist auf der verschneiten Piste unterwegs, das Wetter ist traumhaft, aber am Ende des Tages sind alle deine Fotos grau oder unscharf? Wir verraten dir, worauf du beim Fotografieren im Schnee besonders achten musst, um traumhaft schöne Wintersportfotos und Bilder verschneiter Landschaften zu schiessen.

Motivwahl und Zoom bei der Wintersportfotografie

Die zentrale Figur bei der Wintersportfotografie ist oft der Wintersportler selbst. Richte die Bildkomposition daher immer nach dem Ski-, Snowboard- oder Schlittenfahrer aus. Am einfachsten gelingt dir das, indem du nahe heranzoomst. Mit einer System- oder Spiegelreflexkamera und einem Tele-Objektiv fällt das leicht.

Mit Smartphones oder mit Kompaktkameras, die keinen ausreichenden optischen Zoom besitzen, solltest du nach Möglichkeit näher an dein Motiv herangehen, anstatt nur digital zu zoomen. Alternativ kannst du den Weitwinkel des Smartphones auch nutzen, um nicht nur den Wintersportler, sondern auch viel verschneite Winterlandschaft auf das Foto zu bekommen.

Mit Schärfe und Unschärfe spielen

Ein gestochen scharfes Bild eines Wintersportlers in Action schiessen? Klingt beinahe unmöglich. Doch die Länge der Belichtungszeit entscheidet nicht nur über die Helligkeit deiner Bilder, mit ihr kannst du auch gestalterische Eingriffe an deinen Bildern vornehmen. Die hohen Geschwindigkeiten im Wintersport erfordern in der Regel kurze Belichtungszeiten, um das Motiv frei von Bewegungsunschärfe abzubilden. Dadurch geht jedoch die Dynamik auf dem Bild verloren.

Aufregender wirken Sportbilder, wenn du das Hauptmotiv scharf abbildest, die Umgebung aber noch Unschärfe aufweist. Der Betrachter bekommt einen Eindruck von der Geschwindigkeit, die der Wintersportler zum Zeitpunkt der Aufnahme besessen hat. Das sogenannte «Mitziehen» kann diesen Effekt erzeugen: Der Fotograf verfolgt während des Auslösens die Bewegung des Motivs mit seinem Zoomobjektiv. Die fokussierte Person wird scharf dargestellt, die Umgebung in einen schönen Unschärfeeffekt getaucht. Diese Technik erfordert allerdings eine Digitalkamera mit Zoomobjektiv, etwas Übung und kann nur beschränkt mit dem Smartphone eingesetzt werden.

Deine Winterhighlights im Booklet festhalten.

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Kameramodi für mehr Spass bei der Wintersportfotografie

Die Kameraautomatik ist zwar bequem, führt aber beim Fotografieren von bewegten Motiven manchmal zu verschwommenen Aufnahmen. Wenn du die Qualität deiner Sportbilder verbessern möchtest, kannst du den Sportmodus wählen. Dieser Kameramodus wählt standardmässig alle nötigen Einstellungen für eine kurze Belichtungszeit, wodurch du dich voll und ganz auf dein Motiv konzentrieren kannst.

Die meisten Kameras besitzen auch ein Motivprogramm «Schnee», das auf die spezielle Belichtung und den Weissabgleich bei verschneiter Umgebung eingestellt ist. Teste doch einfach mal aus, ob du auch mit diesem Programm durch das «Mitziehen» Dynamik in dein Bild bringen kannst.

Dein Smartphone besitzt eventuell zusätzliche Funktionen, mit denen du Sportbilder schiessen kannst. Ab dem iPhone 6s hast du die Möglichkeit, Live Photos aufzunehmen. Dabei entsteht ein kleines Video der 1,5 Sekunden vor und nach dem eigentlichen Foto. So kann die Bewegung perfekt eingefangen werden und du erhältst zahlreiche Momentaufnahmen, von denen du die beste auswählen kannst.

Filter anwenden für Fotos im Schnee

Mit unterschiedlichen Kamerafiltern kannst du deine Wintersportaufnahmen noch interessanter gestalten. Insbesondere die Schneelandschaften profitieren von den verschiedenen Farbfiltern. Ein Schwarz-Weiss-Filter lässt den Schnee beispielsweise noch strahlender erscheinen, wodurch dieser besser zur Geltung kommt. Probiere einfach ein bisschen herum, um die besten Ergebnisse zu erreichen.

Kinder machen eine Pause vom Skifahren.

Reflektierende Wirkung des Schnees beachten

Deine Winterfotos sehen immer grau und fad aus? Der hohe Weissanteil und die reflektierende Wirkung des Schnees werden von vielen Kameras falsch interpretiert. Die Kameraautomatik geht oftmals davon aus, dass die Umgebung zu hell ist und regelt die Belichtung daher herunter. In der Folge verliert der Schnee seine strahlend weisse Wirkung und die Winterlandschaft wirkt eher grau als weiss.

Um dies zu verhindern, kannst du mit der Belichtung deiner Kamera herumexperimentieren und am besten immer ein bis zwei Belichtungsstufen höher wählen. Achte jedoch darauf, dass dein Motiv dadurch nicht zu stark überbelichtet wird.

Ski-Hütte im Schnee im Gegenlicht.

Auch der automatische Weissabgleich deiner Kamera kann bei der Wintersportfotografie schnell an seine Grenzen geraten. Damit der Schnee am Ende weder blau noch grau, sondern weiss ist, kannst du deine Aufnahmen im Dateiformat RAW machen, sofern deine Kamera das unterstützt. Die Bilder verlangen dann zwar mehr Speicherplatz als JPEG-Aufnahmen, ermöglichen aber eine umfangreiche Nachbearbeitung. So kannst du den Weissabgleich und viele andere Einstellungen später mit einer Fotobearbeitungssoftware abändern. Das Dateiformat RAW steht mittlerweile auch auf vielen modernen Smartphones zur Verfügung.

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