Tipps für das richtige fotografieren im Winter

Tipps für das richtige Fotografieren im Winter

Motive in Bewegung fotografisch festhalten

Endlich geht es raus auf den Berg – auf Ski und Snowboard oder Schlitten
lässt sich der Winter erst richtig genießen. Dabei darf neben dicker
Mütze und Schal auch die Kamera nicht fehlen. Wie Sie sich bewegende
Menschen oder Objekte fotografieren und worauf sie achten müssen,
erklären wir hier.

Automatikmodus oder manuelles Fokussieren

Die meisten Digitalkameras verfügen über einen eigenen Sportmodus. Genügend Licht vorausgesetzt, versucht die Automatik bei möglichst offener Blende und der schnellstmöglichen Verschlusszeit zu arbeiten, was meist sehr gute Ergebnisse liefert. Spannender und etwas anspruchsvoller ist das manuelle Fokussieren, das Ihnen wesentlich mehr Freiraum bei der Bildgestaltung und dem Spiel mit der Schärfe erlaubt. Da der richtige Moment zum Abdrücken im Bruchteil einer Sekunde vorbei sein kann, sollten Sie sich genügend vorbereiten und je nach Situation immer gleich eine Bildserie schießen.

Mit den Belichtungszeit experimentieren

Die Verschlusszeit sollte je nach Geschwindigkeit selbst gewählt werden. Im halb-automatischen Modus wird Ihre Kamera den Rest weiterhin selbst steuern. Wenn Sie sich unsicher sind, probieren Sie einfach verschiedene Belichtungszeiten aus (1/125, 1/250 usw.) So können Sie bewegte Objekte entweder scharf einfrieren oder aber die Bewegung anhand von Unschärfe darstellen. Da für ein korrekt belichtetes Foto eine bestimmte Menge an Licht notwendig ist, wird es in dunklen Momenten schwerer, schnelle Bewegungen scharf darzustellen. Mit einem höheren ISO-Wert können Sie gegen die beginnende Abenddämmerung arbeiten und so noch etwas Zeit zum Fotografieren gewinnen.

Tipps für das richtige Fotografieren im Winter

Wie lässt sich Geschwindigkeit am besten festhalten?

Um die Geschwindigkeit der Aktion hervorzuheben, bietet sich das „Mitziehen“ an. Dabei geht es darum, das eigentliche Motiv scharf darzustellen. Diese Technik lässt Ihr Bild besonders dynamisch erscheinen. Damit dies auch gelingt, wird der Fotograf selbst zum Sportler, denn es gilt die Kamera gleichmäßig auf und mit dem Motiv zu bewegen. Je nach Entfernung des Motivs zur Kamera müssen Sie sich relativ schnell, doch möglichst gleichmäßig bewegen, damit der Skifahrer selbst scharf bleibt. Am besten gehen Sie Ihren Bewegungsablauf vorher ein paar Mal durch. Dann verfolgen Sie das Objekt, lösen aus und verfolgen es weiter. Kinder auf Ihrem Schlitten eignen sich hervorragend zum Üben und sind zugleich immer ein willkommenes Motiv.

Objektivwahl und Entfernung

Viele Sportfotografen scheinen fast mit ihren 300- bis 400-Millimeter-Objektiven verwachsen zu sein, dabei lassen sich auch mit einfachen Weitwinkel- oder Fisheye-Objektiven im Bereich von 12 bis 30 Millimeter Brennweite fantastische Aufnahmen erzielen. So können Objekte allein von der Abbildungsgröße hervorgehoben werden. Spezielle, kleine Aktion-Kameras, die sich auch am Körper oder dem Snowboard anbringen lassen, sind zum Beispiel meist mit einem extremen Weitwinkel ausgestattet und liefern spannende Aufnahmen.

Tipps für das richtige Fotografieren im Winter

Fotografieren mit Blitz und das richtige Format

Solange die Sportler nicht vom Blitz gestört werden und Sie dennoch nahe genug am Geschehen dran sind, verstärken Sie mit dem Einsatz von Blitzgeräten mitunter die Effekte. Lohnenswert ist der Blitz vor allem als leichter Lichtaufheller bei Bildern, die gegen die Sonne aufgenommen werden. Um Fehlerquellen besser nachbearbeiten zu können, empfiehlt es sich immer, nur oder auch im RAW-Format aufzunehmen. Die entstehenden Dateien sind zwar erheblich größer, doch lassen sich so mit nur einem Klick Fehler in der Belichtung beheben.

So schützen Sie Ihre Kamera beim Fotografieren im Winter

Während wir uns im kalten Winter kuschelig warm einpacken können, bleiben die meisten Kameras eher frei dem Wetter ausgesetzt. Generell ist das kein Problem, solange Sie ein paar einfache Dinge bedenken. So sinkt die Akkuleistung bei Kälte mitunter erheblich. Ein Ersatzakku oder Batterien in der warmen Jackentasche sind daher ein guter Begleiter. Ab und zu sieht man Fotografen, die Ihre Kamera mit Klebeband versehen. Dies ist durchaus sinnvoll, wenn Ihre Kamera eine Metalloberfläche hat, und dient dem Schutz Ihrer eigenen Haut.

Nach einem tollen Nachmittag an der frischen Luft freuen wir uns über eine warme Stube, doch unsere Ausrüstung findet den schnellen Temperaturwechsel nicht ganz so gut. Lassen Sie ihre Kamera daher am besten eine Weile in der Tasche, anstatt sie sofort auszupacken. Durch den schnellen Wechsel bildet sich nämlich Kondenswasser auf und mitunter auch in der Kamera und dem Objektiv. Dies ist in der Regel nicht schlimm, verhindert aber natürlich den sofortigen Einsatz der Kamera. Möchten Sie lieber sicher gehen, dass Ihre Kamera keinen Kondenswasser-Schaden erleidet, gibt es einen einfachen Trick: Verpacken Sie die Kamera sicher in einem Plastikbeutel, so bildet sich das Wasser nicht an der Kamera.

Montage von Serienbildern

Um Serienbilder zu montieren, bedarf es ein bisschen mehr Aufwand. Aber
keine Angst, an Herausforderungen kann ein Fotograf nur wachsen.
Probieren Sie es ruhig aus und folgen Sie am besten dieser Anleitung.

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