So haben Sie alle Ihre Bilder immer im Blick

So haben Sie alle Ihre Bilder immer im Blick

Erinnern Sie sich noch, wie Sie früher Ihre Filmrollen alle auf einmal zum Entwickeln gebracht haben? Mit Digitalkameras machen wir noch zigmal mehr Bilder. Damit man nicht den Überblick verliert, sollte man seine Bilder richtig verwalten. Das ist nicht schwierig, im Gegenteil: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Bilder so verwalten, dass Sie immer den Überblick haben.

Bildverwaltung: Alle Bilder an einem Ort

Denken Sie daran, an wie vielen Orten sich die Bilder befinden. Im Computer, auf der Speicherkarte der Kamera, im Smartphone? Haben Sie Bilder von einem Freund in Ihrem E-Mail-Postfach? Es gibt gute Gründe, alle Bilder an ein und derselben Stelle im eigenen Computer zu sammeln. Legen Sie für die Bilder zum Beispiel Ordner in der chronologischen Reihenfolge an und verschieben Sie die Bilder in die Ordner. Viele mit den Digitalkameras mitgelieferte Bildprogramme speichern die Bilder im Normalfall in Ordnern, die entsprechend des Aufnahmedatums im Ordner Pictures/Bilder angelegt werden.

Speichern Sie Ihre Aufnahmen beim Importieren gleich in thematisch benannte Ordner ab. Wir empfehlen eine Kombination aus Datum und Ort beziehungsweise Inhalt. So könnten Sie Ihre Aufnahmen der Spanienreise beispielsweise unter dem Namen 2014/07_Ibiza archivieren.

Tipp zur Verwaltung von Bildern:

In den Frühzeiten der Digitalfotografie machten sich ordnungsliebende Fotografen daran, Bilder nicht nur thematisch zu speichern, sondern auch noch umzubenennen, aber schon damals wusste niemand, weshalb eigentlich. Falls Sie viel Zeit haben, können Sie sich natürlich die Mühe machen, Ihre Bilder umzubennenen.

Bilder mit Schlagwörtern (Tags) versehen

Viel eleganter ist es jedoch, die Bilder mit Schlagwörtern, also mit sogenannten Tags, die als Zusatzinformationen in den Metadaten hinterlegt werden, zu versehen. Sie lassen sich sowohl für einzelne sowie mehrere Bilder gleichzeitig als auch für Ordner vergeben. Mit ihnen können Sie Ihre Bilder ganz unabhängig vom Datei- und Ordnernamen sowohl nach Datum, Ort als auch Inhalt auffindbar machen und im Windows Explorer (Markierung hinzufügen) oder im Mac Finder (Informationen) relativ leicht managen.

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Es wäre doch zu schade, würden Ihre schönen Bilder auf der Festplatte verstauben. Wir zeigen Ihnen, wie einfach Sie daraus ein persönliches Fotobuch machen, mit dem Sie für Eindruck sorgen!

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Auf die Menge der Bilder achten

Dank der grossen Displays der Digitalkameras lassen sich bereits direkt nach der Aufnahme die Bilder kontrollieren. Nutzen Sie diesen Vorteil, um zwischendurch weniger gelungene Aufnahmen zu löschen. Auf diese Weise sehen Sie auch gleich, welche Motive besonders gut wirken und welche Sie wiederholen möchten.

(Kostenlose) Bildverwaltung für Windows und Mac

Falls Sie Ihre Bilder nicht nur verwalten, sondern auch bearbeiten wollen, sollten Sie zur entsprechenden Software greifen. Zu den Standardprogrammen gehören iPhoto für Mac und das Fotoalbum für Windows. Es lohnt sich aber, einen Blick auf die kostenlosen sowie kostenpflichtigen Alternativen zu werfen. Zu den ersteren gehören die sehr beliebten Lösungen von Googles Picasa, das, verbunden mit der kostenpflichtigen Cloud-Funktion, gleich als Backup-Speicher dienen kann, sowie das relativ schlichte, dafür schnelle IrfanView.

Fehler bei der Bildverwaltung vermeiden

Jedes Programm hat auch seine Fallstricke. Doch Probleme mit plötzlich doppelten oder verschwundenen Bildern traten bei unserer Recherche nicht auf. Achten Sie am Anfang darauf, nicht gleich zu viel zu wollen, sondern arbeiten Sie sich Stück für Stück vor. So bekommen Sie mehr Routine und vermeiden den grossen Fehler, sich vor lauter Möglichkeiten ein neues Chaos aufzuladen.

Mit Backups sind Sie auf der sicheren Seite

Um den Verlust Ihrer Bilder zu vermeiden, gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen ein regelmässiges Backup auf einer externen Festplatte. DVDs oder USB-Sticks dagegen sind aufgrund der begrenzten Speichermenge nicht mehr zu empfehlen. Zum anderen das Speichern in der Cloud. Der Vorteil: Alle Bilder lassen sich ohne zusätzliche Software automatisch synchronisieren. So müssen Sie nicht mehr an manuelle Backups denken. Allerdings kostet die Cloud im Gegensatz zur externen Festplatte je nach Anspruch und Speicherplatz fortlaufend Geld. Die meisten dürften allerdings mit den Gratisvarianten gut zurecht kommen. Beispiel Flickr: Der Dinosaurier unter den Cloud-Diensten bietet in der Gratisvariante ein Terabyte Speicherplatz, das reicht für rund 200.000 Bilder in 8-Megapixel-Auflösung.

Bei der (intensiven) Nutzung eines Cloud-Dienstes ist es wichtig, sich über die Nutzungsbedingungen zu informieren. Durch die unbestimmten Formulierungen wird den Cloud-Anbietern ein weiter Spielraum eingeräumt, die eigenen Daten zu nutzen.

Tipp:

Sichern Sie Ihre Bilder auf alle Fälle wenigstens auf einer externen Festplatte. Sollten Sie auch unterwegs darauf zugreifen wollen, bietet sich ein zusätzlicher Cloud-Speicher an.

Für Fortgeschrittene und Profis

Wir haben uns für Sie auch drei kostenpflichtige und umfangreichere Lösungen für Windows und Mac etwas näher angesehen, die sich an Fortgeschrittene und Profis richten. Neben einer einfachen Bildverwaltung war uns dabei eine gute Bildbearbeitung samt integriertem RAW-Konverter wichtig.

ACDSee

ACD Systems ist für den Mac leider nur in einer abgespeckten Version verfügbar, gehört mit seiner Leistung in den verschiedenen Bereichen jedoch zu den Top-Programmen für Windows-Nutzer. Mit einer innovativen Umsetzung zum einfachen Vergeben von Tags und weiteren Kategorien setzt es sich hier teilweise sogar leicht von der Konkurrenz ab, während die Bildbearbeitung einfach und positiv überrascht.

Capture One

Das von Phase One erst als reiner und bewährter RAW-Konverter gestartete Programm hat sich erstaunlich weiterentwickelt und bietet nun eine gute Bildbearbeitung mit integrierter Verwaltung an, schwächelt jedoch noch an einigen Stellen und Features, so ist das Angeben von hierarchischen Ortsangaben derzeit noch nicht möglich.

Lightroom

Das vielleicht umfangreichste Programm von Adobe gehört zu den besten seiner Klasse. Die Bildbearbeitung ist schön gelöst und liefert sehr gute Ergebnisse. Ob Geotagging, Aufnahmedaten oder Schlagworte, die Verwaltung und das Sortieren der Bilder lässt je nach Version der Software fast keine Wünsche offen.

Alle drei Programme verzichten zudem darauf, die Bilder in einer eigenen Datenbank zu speichern, was Speicherplatz spart. Unsere zuvor schon gute Ordnerstruktur bleibt somit erhalten und kann direkt bearbeitet werden.

Tipp:

Von den Programmen werden auch kostenlose Testversionen angeboten, die zeitlich begrenzt genutzt werden können.

Fazit

Auch wenn der Aufwand am Anfang gross erscheint: Haben Sie sich einmal mit den Methoden der Bildverwaltung vertraut gemacht, sparen Sie wertvolle Zeit, die Sie kreativ einsetzen können, um noch mehr aus Ihren Bildern zu machen!

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