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Weihnachten Schweiz & Weihnachten in Finnland – Traditionen und Bräuche

Weihnachten in Europa

Weihnachtstraditionen in der Schweiz und in Finnland

Die Weihnachtszeit verzaubert ganz Europa. Ein Weihnachtsbaum, ein Besuch im Gottesdienst und ein gemeinsames Beisammensein mit der Familie haben fast alle Länder gemein. Jedoch hat sich jedes Land auch seine eigenen Bräuche und Traditionen bewahrt und feiert Weihnachten auf seine ganz eigene Weise. Da ifolor nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Finnland einen Standort hat, möchten wir die Weihnachtstraditionen dieser Länder genauer anschauen. Lerne die Unterschiede zwischen den Kulturen kennen und wie der Weihnachtstag in der Schweiz und in Finnland typischerweise verbracht wird. So lassen wir Vorfreude auf die Weihnachtszeit aufkommen!

Weihnachten in der Schweiz – Weihnachten mit der ganzen Familie

Am Morgen des 24. Dezember steht jeder voller Vorfreude auf den bevorstehenden Tag auf. Schulkinder können bereits ihre Weihnachtsferien geniessen und den Eltern bei den Weihnachtsvorbereitungen helfen. Auch wenn einige am Weihnachtstag noch bis 16 Uhr arbeiten müssen, helfen doch die süssen Überraschungen aus dem Adventskalender dabei, die Zeit schneller zu überbrücken. Traditionell bekommen Kinder am 1. Dezember einen Adventskalender geschenkt – aber auch immer mehr Erwachsene versüssen sich die Zeit bis zum Weihnachtsfest. Dieser ist gefüllt mit (überwiegend) süssen Überraschungen und besitzt 24 Türchen. Jeden Tag bis Weihnachten darf der Besitzer des Kalenders ein Türchen öffnen.

Viele Familie ziehen nach dem Frühstück los, um den perfekten Weihnachtsbaum zu schlagen. Nicht zu gross und nicht zu klein darf er sein. Zudem müssen die Äste der Tanne idealerweise weit auseinander stehen. In der Schweiz werden ganz nach Tradition noch echte Kerzen am Baum angebracht. Damit der Baum kein Feuer fängt, müssen diese ganz sorgsam an einem Baum befestigt werden, der frisch geschlagen wurde und somit nicht trocken ist. Nachdem der perfekte Baum nach Hause gebracht wurde, darf er geschmückt werden. Je nach Familientradition und Region dürfen die Kinder mithelfen oder der fertige Weihnachtsbaum bleibt bis zum Weihnachtsessen verborgen und wird dann den Kindern als Überraschung präsentiert.

Am Nachmittag sitzt die Familie beisammen, liest Weihnachtsgeschichten und lauscht Weihnachtsliedern oder singt sogar selbst welche. Durch die Mehrsprachigkeit besitzt die Schweiz einen umfangreichen Schatz an Weihnachtsliedern, die gemeinsam gesungen werden können. Im Hintergrund leuchtet der Adventskranz – ein Geflecht aus Tannenzweigen mit weihnachtlicher Dekoration und vier grossen Kerzen. An den vier Sonntagen bis Weihnachten wird jeweils eine Kerze angebrannt. Am ersten Adventssonntag brennt die erste Kerze, am zweiten Adventssonntag die erste und die zweite Kerze bis am vierten Advent alle Kerzen brennen. Viele Familien erleuchten den Adventskranz ein letztes Mal an Weihnachten und lassen die Kerzen herunterbrennen.

Weihnachten Schweiz – Familienessen und ein Adventskranz

Je nach Region und Religion werden die Geschenke am 24. Dezember von unterschiedlichen Figuren überbracht. In dem Teil der Schweiz, der deutschsprachig ist, werden die Geschenke vom Christchind in einem ruhigen Moment, wenn die Kinder nicht im Raum sind, unter den Baum gelegt. Im westlichen Teil der Schweiz werden die Geschenke von Père Noël oder dem Weihnachtsmann übergeben. Gemeinsam im Familienkreis werden die Geschenke ausgepackt und das Strahlen in den Kinderaugen mit Fotos festgehalten.

Am Abend wird gemeinsam gegessen. Je nach Region gibt es hier unterschiedliche Traditionen, aber zu den Lieblings-Weihnachtsessen in der Schweiz zählen: Käsefondue, Raclette und Fondue chinoise. In der Vorweihnachtszeit backen viele Familien gern Plätzchen. Diese werden an den Adventssonntagen und am Weihnachtsabend als Nachtisch genascht.

Nach dem Essen gehen viele Familie zum Gottesdienst in die Kirche und singen gemeinsam mit der Gemeinde Weihnachtslieder und lauschen der Weihnachtsgeschichte, die vom Pastor vorgelesen wird. Nach dem Gottesdienst verbringt die Familie noch gemeinsam Zeit, bevor dann alle zu Bett gehen.

Weihnachten bei ifolor Schweiz – Caroline erzählt von ihrem Weihnachtsfest

So feiert Caroline, Communications Managerin bei ifolor Schweiz, Weihnachten mit der Familie:

„Der 24. Dezember ist in meiner Familie der wichtigste Tag. Die Männer kümmern sich um den Christbaum, welchen ich anschliessend als Kreative in der Familie schmücke. Das Festmahl liegt ganz in den Händen von Mami, mit Ausnahme des Fleischs – das ist bei uns Männersache ;-)

Nach dem Gaumenschmaus besuchen die älteren Familienmitglieder den Weihnachtsgottesdienst, während die jüngeren im Club in der Stadt eine Weihnachtsparty besuchen. Die beste Clubnacht des Jahres!“

Weihnachten in Finnland – Traditionen und Gebräuche

Weihnachten wird auch in Finnland am 24. Dezember gefeiert. Traditionell beginnt der Weihnachtsmorgen in Finnland mit einem gemeinsamen Frühstück. Hierfür bereiten viele Familien einen Reisbrei namens Riisipuuro zu. Dazu werden entweder Zucker und Zimt oder verschiedene Früchte gereicht. Es gibt die Tradition, in einer der fertigen Reisbreischalen eine ganze Mandel zu verstecken. Derjenige, der die Mandel in seinem Brei findet, hat einen Wunsch frei.

Danach brechen auch in Finnland viele Familien auf, um den perfekten Weihnachtsbaum zu finden und anschliessend zu dekorieren. Um 12 Uhr sammelt sich die Familie vor dem Fernseher und verfolgt den feierlichen Ausruf des Weihnachtsfriedens in Finnland. Dieser Ausruf findet in Turku, der früheren finnischen Hauptstadt statt, und ist schon seit dem 13. Jahrhundert ein Teil der finnischen Weihnachtstraditionen. Nachdem der Weihnachtsfrieden verkündet wurde, steht ganz Finnland still. Alle Geschäfte schliessen und auch die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nicht mehr.

Viele Familien nutzen die ruhigen Stunden, um die Gräber verstorbener Verwandter auf dem Friedhof zu besuchen. Hier werden Kerzen und Laternen zum Gedenken angezündet und verwandeln den Friedhof mit dem Sonnenuntergang um circa 15 Uhr in ein Lichtermeer. Vorher oder anschliessend besuchen viele Finnen den Weihnachtsgottesdienst und lauschen der Weihnachtsgeschichte. Bevor die Festlichkeiten mit der Familie dann abends richtig beginnen, geniessen viele Finnen noch einen Saunabesuch und fahren dann nach Hause.

Weihnachten in Finnland – Verschiedene Weihnachtsaufläufe mit Beilagen

Zuhause angekommen, wird das Weihnachtsessen vorbereitet. Traditionell gehört der Weihnachtsschinken zum Festmenü. Dieser ist ein im Ofen gebackener Schinken, der mit hausgemachtem Senf und Brot gegessen wird. Aber auch verschiedene Aufläufe werden zusätzlich für das Festmahl zubereitet. Zum Nachtisch gibt es ein selbstgemachtes Weihnachtsgebäck namens Joulutorttu. Dies sind meist sternförmige Blätterteigtaschen gefüllt mit Pflaumen- oder Aprikosenmarmelade.

Rovaniemi, Lappland (Finnland) – Das Büro des Weihnachtsmanns am Polarkreis

Nach dem Essen besucht Joulupukki (der Weihnachtsmann) die Familien und übergibt die Geschenke an die Kinder. Viele Familien mieten für den Abend einen Weihnachtsmann, der mit einem grossen Sack voller Geschenke an die Haustür klopft. Die Finnen glaube nämlich daran, dass der echte Weihnachtsmann in Finnland wohnt. Genauer gesagt im Berg Korvatunturi in Lappland. Dieser ist wie ein grosses Ohr geformt, damit der Weihnachtsmann die Wünsche aller Kinder hören kann. Übrigens gibt es in Finnland eine offizielle Poststelle für den Weihnachtsmann. Wenn Kinder rechtzeitig bis Anfang Dezember einen Brief einsenden, dann steckt bis Weihnachten eine Antwort vom Weihnachtsmann im Briefkasten.

Nachdem im Familienkreis alle Geschenke auspackt und ausprobiert wurden, neigt sich der Tag langsam dem Ende zu. Es werden noch ein paar Weihnachtslieder gesungen und gemütlich zusammengesessen bis das Bett ruft.

Weihnachten bei ifolor Finnland – Satu zeigt ihre Weihnachtselfen

Satu Kurlin-Laakkonen arbeitet in der Produktion für ifolor in Finnland und hat uns von ihren Weihnachtstraditionen erzählt:

„Die Weihnachtsvorbereitungen starten bei uns schon Anfang Dezember, wenn wir zusammen mit der Familie das Haus weihnachtlich dekorieren. Bunte Weihnachtsaufhänger und Girlanden schmücken die Haustür, Lichterketten werden im Garten angebracht und Weihnachtssterne gepflanzt. Jedes Jahr holen wir unsere Sammlung kleiner, hölzerner Elfen aus dem Keller, stellen sie dekorativ auf und jedes Weihnachten kommt ein neuer Elf zur Sammlung hinzu. Wenn wir nicht mehr wissen, welcher Elf wann gekauft wurde, dann schauen wir auf die Unterseite, wo das Datum steht. Unseren Weihnachtsbaum schmücken wir am Weihnachtsabend, kurz bevor wir zum Weihnachtssaunabesuch aufbrechen.“

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