Eine Helmhalterung ist ein nützliches Zubehör für die Actionkamera in vielen Sportarten

Tipps für Action Videos mit der GoPro

Auf YouTube und anderen Videoportalen sammeln sich in den letzten Jahren spektakuläre Aufnahmen von Stunts aus zahlreichen Action-Sportarten. Sie möchten auch solche Videos drehen, bei denen schon beim Ansehen der Adrenalinspiegel steigt?

Ein hochwertiges GoPro Video zu filmen, ist aber gar nicht so einfach wie es aussieht. In den folgenden fünf Tipps erfahren Sie, wie Sie Ihre Videoaufnahmen optimieren können.

Die Halterung

Aufnahmen von atemberaubenden Stunts und waghalsigen Manövern bringen nichts, wenn das Gefilmte danach verwackelt ist. Deshalb ist die Halterung der Kamera die Grundlage für ein gelungenes Video. Wichtig hierbei ist, dass die Befestigung so dicht wie möglich am Haltepunkt festgemacht ist, sodass das Bild bei rasanten Geschwindigkeiten und ruckartigen Bewegungen nicht verwackelt.

Ein häufiges Problem an den Standardhalterungen für Actioncams ist das Material, aus welchem sie bestehen. Das häufig verwendete Plastik kann nachgiebig sein und nur geringe Belastung aushalten. Damit die Kamera fest in der Halterung sitzt, kann man mit Panzertape nachhelfen. So vermeiden Sie auch, dass sich der Kamerawinkel beim Videodreh ungewollt verändert. Wenn Sie ganz sichergehen möchte, dass die GoPro nicht verloren geht, können Sie zusätzlich ein Fangseil an der Kamera befestigen.

Die Planung

Natürlich ist die Versuchung gross, direkt darauf los zu filmen, wenn man sich eine neue GoPro Kamera gekauft hat. Doch nehmen Sie sich vor dem ersten Filmen etwas Zeit um Ihr Video zu planen. So erhalten Sie ein gutes Ergebnis und bewahren sich vor bitteren Überraschungen. Denn nichts ist frustrierender, als wenn nach Ihrem GoPro-Abenteuer die Aufnahmen nicht zu brauchen sind. Beim Planen sollten Sie zuallererst sichergehen, dass der Akku geladen ist und noch genug Speicherplatz für die Aufnahmen bereitsteht.

Damit die gefilmten Clips so werden wie Sie es sich vorstellen, können Sie vorab testen, ob Ihnen der eingestellte Bildausschnitt gefällt. Dafür verbinden Sie Ihr Smartphone per WLAN mit der Kamera und können gegebenenfalls nachjustieren. Wichtig für Drehs, die sich über mehrere Tage ziehen, ist das zwischenzeitliche Sichern des Materials, damit die ganze Arbeit am Ende nicht umsonst war.

Die Perspektive

Um Videos besonders interessant zu gestalten, bieten Actionkameras besonders vielfältige Möglichkeiten, da diese über ein Weitwinkelobjektiv verfügen. Die klassische Aufnahme wird in der Ego-Perspektive gedreht, bei der die Kamera beispielsweise auf einem Helm befestigt ist. Doch wie wäre es zum Beispiel, bei einem Mountainbike-Sprung die GoPro auf dem Lenker zu befestigen oder beim Segeln vom höchsten Punkt des Masts zu filmen? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und abwechslungsreiche Aufnahmen machen das Video interessanter.

Anfänger sollten darauf achten, die Perspektive während des Videos oft zu wechseln, damit später keine Langweile beim Zuschauer aufkommt. Zu zweit können beispielsweise Sprünge mit dem Mountainbike aus einer Aussenperspektive gedreht werden, die das Video noch spektakulärer machen kann.

Das Licht

Ein entscheidender Punkt für das Filmen, den man leider nicht beeinflussen kann, ist das Licht. Sonnenschein ist natürlich ideal für die Bildqualität, doch besonders unerfahrene Videodreher sollten unbedingt Gegenlicht vermeiden. Dabei kann es zu unerwünschten Blendeflecken im Bild kommen, die die Aufnahme unbrauchbar machen. Mit der Zeit kann man lernen mit Gegenlicht oder schlechten Lichtverhältnissen umzugehen, sie in das Video einzubauen und künstlerisch in Szene zu setzen.

Besonders bei längeren Drehs sollte darauf geachtet werden, dass die Szenen bei etwa gleichen Licht- und Wetterverhältnissen gefilmt werden. Wenn man später einen ständigen Wechsel von Sonnenschein zu bedecktem Himmel hat, kann das Zusammenschneiden zu einem gelungenen Video in der Nachbereitung mühsam werden.

Der Prozess

Nach der Vorbereitung geht es endlich ans eigentliche Filmen. Um einen besonders grossen Blickwinkel zu haben, sollte man im „Wide“-Modus aufnehmen, bei dem Landschaften besonders gut zur Geltung kommen. Auch verwackelten Bildern und Unschärfe kann durch diese Einstellung vorgebeugt werden.

Wenn Sie sich grosse Mühe bei der Nachbereitung ersparen möchten, sollten Sie kurze Clips filmen anstatt die Kamera dauerhaft laufen zu lassen. Haben Sie eine besonders gute Aufnahme gemacht, so finden Sie diese schneller wieder und müssen sich nicht durch lange Sequenzen klicken. Weitere Tipps zur Nachbereitung und Bearbeitung von Action Videos finden Sie hier.

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