Kleines Glossar der Digitalfotografie

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Glossar: Die 20 wichtigsten Begriffe der Digitalfotografie

In der Fotografie und insbesondere in der Digitalfotografie werden oft Begriffe verwendet, die mitunter selbst den Profi vor Rätsel stellen. Damit Sie bei der Nutzung des Fachjargons mitreden können, stellen wir Ihnen die 20 wichtigsten Begriffe vor.

1) Auflösung

Nicht nur beim Druck von Bildern ist die Auflösung wichtig. Sie beschreibt die Detailtreue der Kamera und nutzt je nach Medium, in dem die Auflösung verwendet wird, beispielsweise die Masse Bildpunkte (Pixel), Bildpunkte pro Zoll (dpi) oder Linienpaare pro Millimeter (lpmm). Digitalkameras nutzen oft Bildpunkte als Auflösung. Druckerzeugnisse werden in dpi ausgemessen.

2) Aufnahmebereich

Als Aufnahmebereich wird der Entfernungsbereich bezeichnet, innerhalb dessen ein Bild scharf abgebildet werden kann.

3) Belichtungszeit

Viele kompakte Digitalkameras verfügen über Festblenden (siehe Blende), die sich nicht variieren lassen. In diesem Fall wird die Belichtung ausschliesslich über die Belichtungszeit gesteuert. Die Belichtungszeit kann bei einigen Digitalkameras als Verschlusszeit manuell eingestellt werden.

4) Bildchip

Der Bildchip ist in Digitalkameras eingebaut und trägt auch die Bezeichnung CCD oder CMOS – je nach Konstruktion. Er ist dafür verantwortlich, dass aus dem in die Kamera einfallenden Licht ein Digitalbild wird.

5) Bildstabilisator

Ein weiterer elektronischer beziehungsweise mechanischer Baustein in der Digitalkamera, der Bildstabilisator, sorgt dafür, dass Aufnahmen weniger verwackelt sind. Er gleicht die Bewegungen des Fotografen aus, nicht jedoch die Bewegung des Motivs!

6) Blende

Mit der Blende wird die Lichtmenge, die in das Objektiv einfällt, reguliert. Eine kleine Blendenzahl steht für eine grosse Öffnung der Blende und somit für viel Licht, das auf den Sensor fällt. Dadurch entsteht eine geringere Schärfentiefe im Bild.

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7) Brennweite

Die Brennweite eines Objektivs legt den Abstand zwischen Objektiv- und Aufnahmeebene fest und wird in Millimetern angegeben. Je grösser die Brennweite bei gleich grossem Sensor ist, desto mehr wird das Motiv vergrössert und gleichzeitig der Bildwinkel verkleinert. Teleobjektive benötigen deshalb eine längere Brennweite.

8) Digitalzoom

Anstelle eines optischen Zooms verwenden vor allem kleinere Digitalkameras einen digitalen Zoom, der lediglich den Bildausschnitt vergrössert. Er arbeitet also genauso wie die Lupe in einem Bildbearbeitungsprogramm und verschlechtert dadurch die Bildqualität.

9) Exif

Übersetzt heisst diese Abkürzung „Exchangeable Image File Format“. Mit den Exif-Daten werden den digitalen Bildern weitere Informationen zur Aufnahme hinzugefügt, um sie auch anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Beispiele hierfür sind Blende, Belichtungszeit, Aufnahmedatum, Kameratyp oder Brennweite.

10) Farbbalance

Unter Farbbalance versteht man die Verteilung der Farben im Bild, die nur dann in Balance stehen, wenn kein Farbstich zu sehen ist. Farbbalance ist also nur dann gegeben, wenn alle Farben nahezu gleichmässig gesättigt sind.

11) Farbtiefe

Die Farbtiefe beschreibt, mit wie vielen Bits die Farbinformationen eines Pixels gespeichert wurden. Ist ein Bild mit 8 Bit abgespeichert, können 256 Farbstufen dargestellt werden. Bei 24 Bit sind es 16.7 Millionen Farben. Diese sehr realistische Farbdarstellung nennt man auch „True Color“. Insbesondere Farbverläufe wirken eher stufig, je weniger Farbtiefe ein Bild aufweist

12) Helligkeitsrauschen

Unter Rauschen versteht man Störungen im Bild, die in der Regel bei Aufnahmen mit geringer Beleuchtung entstehen. Gleichmässig farbige Flächen fallen dann unterschiedlich hell aus, was oft erst bei der Umwandlung in ein Graustufenbild deutlich zu erkennen ist.

13) Interpolation

Beim Interpolieren werden Bildinhalte dazugerechnet. So lassen sich Übergänge zwischen benachbarten Pixeln schaffen und die optische Auflösung künstlich vergrössern. Die vermeintlich höhere Auflösung hat aber zur Folge, dass die Bildschärfe leidet.

14) JPEG

Das Dateiformat JPEG wird oft als Aufnahmeformat bei Digitalkameras genutzt. Allerdings ist es ein verlustbehaftetes Kompressionsformat, so dass sich zwar die Grösse der Datei verringert, darunter aber auch Detail- und Farbtreue etwas leiden. Werden Bilder mit der Endung .jpg mehrfach geöffnet und erneut abgespeichert, kommt es zu weiteren Qualitätsverlusten, da sich die kompressionsbedingten Farbsäume verstärken.

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15) Kontrast

Kontrast ist der Unterschied zwischen den hellsten und den dunkelsten Bereichen eines Bildes. Daraus errechnet sich der Kontrastumfang. Ein Bild wird umso lebendiger, je grösser dessen Kontraste sind. Ist das Kontrastverhältnis allerdings gering, wirken die Farben oft stumpf, das Bild ist flau.

16) Moiré-Effekt

Werden Bildmuster unterschiedlicher Auflösung übereinander gelegt, kommt es oft zu farbigen Interferenzen, auch Moiré-Effekt genannt. Kleinkarierte Muster werden dann zu langen Streifen.

17) RAW

Verwendet man zur Aufnahme von Bildern in der Kamera das RAW-Format, werden die Aufnahmedaten des Sensors unverarbeitet und ohne Verlust abgespeichert. Durch die grössere Datenmenge und Farbtiefe erlauben diese Aufnahmen eine spätere Bildnachbearbeitung in grossem Umfang.

18) Schärfentiefe

Den Bereich, in dem ein Motiv scharf abgebildet wird, nennt man Schärfentiefe. Bilder lassen sich mit der Schärfentiefe lebendiger gestalten, beispielsweise indem man den Hintergrund durch eine grosse Blendenöffnung unscharf hält. Der Schärfentiefebereich wird dadurch sehr gering.

19) Verzeichnung

Objektive aller Kameras neigen mehr oder weniger zu Verzeichnungen. Gerade Linien werden am Bildrand leicht gebogen dargestellt. Quadrate werden zu Kissen, und andere Effekte können entstehen. Bildbearbeitungsprogramme können diese Verzeichnungen korrigieren.

20) Weissabgleich

Mit dem Weissabgleich stimmt man die Aufnahmefarbe der Kamera auf die Farbtemperatur des Umgebungslichts an. Ziel ist es, die Farben realistischer darzustellen. Ohne Weissabgleich, der in Digitalkameras oft automatisch gemacht wird, kann das Bild unecht wirken.

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Die Begriffe der digitalen und analogen Fotografie überschneiden sich zum Teil. Doch egal, ob analog oder digital: Ihre Fotos lassen sich variabel und nach Ihren Wünschen zu Papier bringen oder archivieren, zum Beispiel als Abzug auf Premium-Fotopapier oder als digital archivieren lassen.

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