Screenshot von Time Lapse Video vom Campus Jena

GoPro: Time Lapse Videos für einen coolen Effekt

Mit einer GoPro Actionkamera lassen sich spektakuläre Stunts, atemberaubende Naturaufnahmen oder schöne Urlaubsvideos drehen. Time Lapse Videos erfreuen sich grosser Beliebtheit, da sie langatmige Aufnahme in einem kurzen Video zusammenfassen und deshalb einen schnellen Eindruck des Erlebten wiedergeben. Wenn Sie bereits etwas Erfahrung mit dieser Kamera haben und sich mit der Bearbeitung von Videos auskennen, können Sie mit einigen Kniffen Ihren Erinnerungen das gewisse Etwas verleihen. Natürlich sind diese Tricks auch für GoPro-Liebhaber geeignet, die ihre Videos einfach ein wenig aufpeppen wollen. Es gibt zwei Arten, wie Sie eine Time-Lapse (deutsch: Zeitraffer) drehen können. Zum einen geht das direkt mit der GoPro, vorausgesetzt Sie besitzen mindestens das Modell HERO3. Zum anderen, und das ist die einfachere Variante, können Sie mit einem Video-Bearbeitungsprogramm einen solchen Zeitraffer erstellen.

Time Lapse: Was ist das?

Auch wenn es natürlich eine nette Spielerei ist, sollte die Time Lapse Funktion in Ihren Videos nicht vorherrschender Effekt sein, sondern vor allem ein schöner Effekt, der die Stimmung des Videos etwas auflockert. Gerade wenn sonst Längen entstehen würden, kann ein er die Aufmerksamkeit des Betrachters wieder reaktivieren. Der Zeitraffer bewirkt, dass eventuell langweilige oder einfach sehr lange Parts des Videos zusammengefasst werden. Er eignet sich beispielsweise für das Zeigen der Vorbereitungen vor einem Fallschirmsprung oder einer Downhill-Radfahrt, die im Video nicht übergangen werden sollen. Der Time Lapse ist in Action Videos durchaus eine sehr praktische Funktion.

Welche Anforderungen gibt es an Videos für Time Lapse Effekte?

Für Time Lapse Videos eignen sich Videos mit steten, ruhigen Bewegungen. Es sollten keinesfalls mehrere ineinander unstimmige Bewegungsabläufe gefilmt und beschleunigt werden, da die Videos dann unruhig werden und empfindlichen Betrachtern schnell «auf den Magen schlagen».

Ungeeignet sind beispielsweise Kanuvideos, bei denen sich Landschaft, Wasser, Kanu und Kanute jeweils bewegen:

Björn Jacob, www.geocouch.de

Gut geeignet sind Videos, die aus einer stabilen Kameraposition heraus stetige Bewegungen, wie Wolken oder vorbeilaufende Menschen, zeigen. Durch die stehende Kulisse wirken die Bewegungen im Zeitraffer stimmig und das Auge des Betrachters kann sich auf eine Bewegung konzentrieren.

Automatischer Time Lapse mit der GoPro

Wie bereits erwähnt, kann man den Time Lapse auf zwei Arten in ein Video einfügen. Die erste Variante eignet sich nur für Personen, die eine GoPro HERO3 oder besser haben, diese neuen Modelle sind nämlich direkt mit einem Zeitraffer-Modus ausgestattet. Dabei können Sie auch direkt die Intervalle bestimmen, in denen Ihre GoPro die Bilder aufnimmt, ausserdem auch die Auflösung des Videos. Ein Allround-Paket also. Doch obwohl es so einfach klingt, gibt es auch hier einen kleinen Wermutstropfen: Sie müssen ziemlich viel rechnen und planen. Wem das zu kompliziert ist, der entscheidet sich besser gleich für die zweite Variante.

Der kleinstmögliche zeitliche Abstand, den GoPro beim Erstellen von einzelnen Bildern vorgibt, sind 0,5 Sekunden; der grösste 60 Sekunden. An dieser Stelle müssen Sie sich überlegen, über welchen Zeitraum das Video gemacht werden soll und wie lange am Ende der fertige Film sein soll. Wenn Sie ein Intervall von 0,5 eingestellt haben, muss Ihr Video am Ende mindestens 15 Sekunden lang sein; bei einem Intervall von 60 Sekunden müssen Sie mindestens 30 Minute lang filmen. Die Intervalle sind also entscheidet für die gewünschte Filmlänge. Bis auf diese Rechnung ist der Zeitraffer-Modus der GoPro jedoch sehr einfach und verständlich und daher für alle geeignet, die am Ende nicht noch viel an ihrem Video ändern wollen.

Time Lapse durch nachträgliche Videobearbeitung

Die zweite Variante eignet sich für Personen, die keine GoPro HERO3 oder besser haben oder generell lieber ihre Videos manuell bearbeiten. Zur Bearbeitung eignet sich die Verarbeitungssoftware GoPro Studio 2.0, welche hier kostenlos erhältlich ist.

Wichtig: Es geht hierbei nicht um das schnelle Abspielen eines Videos, sondern darum, wie Sie mithilfe des Programms einzelne Bilder zu einem Zeitraffer-Video zusammenfügen. Dadurch, dass Sie mehrere, kurz nacheinander aufgenommene Fotos aneinanderreihen und dann schnell abspielen, entsteht der Eindruck eines Videos.

Zuerst importieren Sie alle Dateien in das GoPro Studio 2.0. Hier ist zu beachten, dass sich die Bilder in einem separaten Ordner befinden und nicht mit anderen Aufnahmen vermischen. Das Programm lädt diese dann hoch und spielt diese automatisch in einem Zeitraffer ab. Danach lassen sich noch Einstellungen wie Auflösung, Filter etc. anpassen, dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Nachdem das Video dann konvertiert wurde, lassen sich noch die Geschwindigkeit, Qualität und andere Spielereien der Time Lapse anpassen. Nach dem Export ist das Video fertig und kann entweder auf Videoportalen wie Youtube hochgeladen, der Familie gezeigt oder nach Belieben verwendet werden.

Noch ein Tipp zum Schluss

Falls Sie einen Time Lapse von einem Standbild machen möchten, beispielsweise einem Sonnenuntergang oder vorbeiziehenden Wolken am Himmel, ist es wichtig, dass die GoPro auf einem stabilen Untergrund steht bzw. an einem Stativ befestigt ist, da sonst unschöne Wackler im Video zu sehen sind. Bei solchen Aufnahmen ist es ausserdem ratsam, den ISO-Wert manuell auf 400 zu setzen, um störendes Bildrauschen in dunklen Momenten zu minimieren.

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