• Tiere im Zoo fotografieren

    Tiere im Zoo fotografieren

    Tiere geh├Âren zu den beliebtesten Motiven in der Fotografie. Doch Tiere fotografisch festzuhalten, ist kein leichtes Vorhaben und es k├Ânnen sich einige Herausforderungen ergeben. Bei der Zoofotografie ist, wie auch bei der Wildlife-Fotografie, vor allem Geduld gefragt. Zootiere lassen sich nicht lenken und oftmals sind sie von unsch├Ânen Gittern umz├Ąunt. Wir haben einige Tipps f├╝r Sie zusammengestellt, mit denen Ihnen trotz dieser Herausforderungen tolle Aufnahmen gelingen.

    Quelle: Annika Weiland
    Quelle: Annika Weiland

    Ein Tipp vorweg: Erkundigen Sie sich vor dem Zoobesuch nach den F├╝tterungszeiten, denn da lassen sich die Tiere in besonders einzigartiger Weise festhalten.

    Mit diesem Kameratyp gelingt es

    Die Kompaktkamera und das Smartphone sind praktisch, doch f├╝r das Fotografieren von Zootieren kann sich der Kauf einer Spiegelreflexkamera lohnen. Mit ihr lassen sich alle M├Âglichkeiten der Fotografie aussch├Âpfen. Oft bilden Z├Ąune und Gitter unsch├Âne Hintergrunddetails im Foto, mit einer Spiegelreflexkamera lassen sich diese Makel einfach verschwimmen und das Motiv r├╝ckt wieder in den Fokus. Dabei muss nicht zwingend tief in die Tasche gegriffen werden, es gibt gute und g├╝nstige Einsteigermodelle. Lesen Sie hierzu unsere Kaufberatungen. Aber auch die Systemkamera ist eine gute Alternative. Ihr Vorteil gegen├╝ber der Spiegelreflexkamera ist das geringe Gewicht und die handliche Gr├Âsse. Mit der Kompaktkamera kann man mit etwas ├ťbung gute Aufnahmen machen, aber daf├╝r gibt es bei diesem Kameratyp keine Wechselobjektive.

    Quelle: Annika Weiland
    Quelle: Annika Weiland

    Stativ, Objektiv und Blitz

    Zu viel Zubeh├Âr kann schnell l├Ąstig werden. F├╝r den perfekten Schnappschuss reichen in der Zoofotografie meist schon wenige Hilfsmittel aus. Besonders wichtig ist hier die Wahl des passenden Objektivs. Es empfiehlt sich ein Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 100 bis 300 mm. Wer nicht mit der Kamera in der Hand auf den perfekten Schnappschuss warten will, sollte in ein Stativ investieren. Auf den Blitz kann beim Fotografieren von Zootieren verzichtet werden. Dieser ist in den meisten Zoos ohnehin nicht erlaubt.

    Der richtige Zeitpunkt

    Bei der Zoofotografie ist vor allem Geduld und Zeit gefragt. Grosse Besuchermengen stellen da nur einen St├Ârfaktor dar. Daher besser nicht an Wochenenden, Feiertagen oder in den Schulferien zum Fotografieren in den Zoo gehen. Es empfehlen sich die Wochentage von Montag bis Donnerstag gleich nach Einlassbeginn oder nach 16 Uhr, wenn der Zoo langsam leerer wird.

    Quelle: Annika Weiland
    Quelle: Annika Weiland

    Licht und Sonne optimal nutzen

    Optimales Licht bietet ein leicht bew├Âlkter Himmel. Die grelle Sommersonne und dunkle Regentage sollten Sie besser meiden. Scheint die Sonne sehr hell, k├Ânnen unsch├Âne Reflexionen im Bild entstehen. Ein Tipp vom Profi: Vor 10 Uhr und nach 16 Uhr bieten sich die besten Lichtverh├Ąltnisse. Diese Zeit empfiehlt sich sowieso wegen der geringeren Besuchermenge im Zoo oder Tierpark.

    Das Motiv richtig in Szene setzen

    Um keine Langeweile beim Betrachter zu verursachen, sollte das Motiv nicht immer in der Mitte des Bildes platziert werden. Fotografieren Sie ruhig verschiedene Perspektiven und bringen Sie so Lebendigkeit in das Foto. Der┬áGoldene Schnitt┬áist ein hilfreicher Ansatzpunkt. Grunds├Ątzlich sollten dabei aber immer die Augen der Tiere fokussiert und auf Augenh├Âhe mit dem Tier fotografiert werden.

    Quelle: Annika Weiland
    Quelle: Annika Weiland

    Glas und Gitter kaschieren

    Bei zu dichten Gittern n├╝tzt leider auch die beste Kamera nichts. Suchen Sie sich ein Gehege, wo der Zaun weitmaschiger ist. Hier einfach mit der Kamera ganz nah an den Zaun rangehen. Es kann hilfreich sein die ISO-Zahl dabei stetig zu erh├Âhen. Die Blendenzahl sollte so klein wie m├Âglich eingestellt werden. Hier bieten sich Werte um f/4.0 an. Beim Fotografieren durch Glasscheiben sollte man generell mit einer offenen Blende fotografieren. Auf gar keinen Fall einen Blitz verwenden, denn dieser wird auf den Fotos erkennbar sein. Bei Bedarf kann auch hier die ISO-Empfindlichkeit erh├Âht werden.

    Das Wichtigste zum Schluss

    R├╝cksichtsvolles Verhalten ist in der Tierfotografie eine Grundvoraussetzung. Deshalb sollte gen├╝gend Abstand zu den Tieren eingehalten werden. Planen Sie zudem ausreichend Zeit ein und seien Sie geduldig. Als Belohnung bekommt man atemberaubende Fotos. Wir w├╝nschen viel Spass!

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