Melchior Imboden, Porträt von René Burri, 1999
© Cluney Photo

10 tolle Fototechniken für Hochzeiten

Die eigene Hochzeit ist für Paare wohl einer der schönsten Tage im Leben. Leider geht auch dieser Tag irgendwann einmal zu Ende und was bleibt, sind Erinnerungen und – hoffentlich – wunderschöne Fotos. Es gibt doch kaum etwas Schöneres, als auch in 50 Jahren noch ein Fotobuch zur Hand zu nehmen und den Enkeln die Bilder der eigenen Hochzeit zu zeigen. Denn wie kann man schöne Erinnerungen besser frisch halten als mit Schnappschüssen für die Ewigkeit?

Doch auch Hochzeiten zu fotografieren, will geübt sein. Damit am grossen Tag nicht plötzlich alles schiefgeht, lohnt es sich, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen, wie die Hochzeitsfotos aussehen sollen. Dabei geht es um Grundsatzentscheidungen, wie ob die Fotos im klassischen Stil gehalten sein sollen oder ob etwas experimenteller an die Sache herangegangen werden soll– oder ob die Fotos in Farbe oder schwarz-weiss sein sollen. Für diejenigen, die unsicher sind, hält das Internet einen endlosen Vorrat an Inspirationen für aussergewöhnliche Hochzeitsfotografie bereit. Um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen, haben wir zehn tolle Techniken als Inspiration für Ihre Hochzeitsfotos zusammengestellt.

1. Zoom in

Eine Hochzeit ist ein grosser Event und meistens sind auch viele Gäste da, die nur zu gerne vor die Linse treten. All die kleinen tollen Details zu übersehen, die sich die Braut und der Bräutigam bei der Vorbereitung überlegt haben, wäre aber grobe Verschwendung! Halten Sie also stets ein Auge offen für die kleinen Details wie zum Beispiel das aufwendige Spitzenmuster des Hochzeitskleids, die Boutonnière des Bräutigams, die Eheringe, die darauf warten getragen zu werden, oder natürlich der allererste Kuss des frisch getrauten Ehepaars.

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© Dawid Zydorek Photography

2. Zoom out

Nachdem Sie also tolle Nahaufnahmen gemacht haben, wieso nicht mal genau das Gegenteil probieren? Porträts und Paarfotos sind schön und gut, aber manchmal lohnt es sich, auch mal ein paar Schritte zurückzutreten.

Einigkeit einfangen: Je weiter der Winkel, desto näher rückt sich das Paar – auch in der grossen weiten Welt gehören diese beiden fest zusammen. So entstehen grossartige und kunstvolle Bilder, die sich das Ehepaar immer wieder gerne ansehen und vielleicht sogar über den Kamin hängen möchte.

Rapprochez-vous, le jeu en vaut la chandelle: il en résulte des photos marquées d’intimité qui permettront au jeune couple de se souvenir bien des années plus tard des magnifiques détails de leur mariage.  

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© junebugweddings.com

3. Perspektivenwechsel

Manchmal ist die beste Idee ein Perspektivenwechsel. Nicht ganz zufrieden mit dem Porträt oder ist einfach der Wunsch nach Abwechslung da? Versuchen Sie, das Foto aus einem neuen Winkel zu inszenieren. Das bringt Frische und künstlerische Ästhetik ins Bild und lässt das Brautpaar ihre eigene Hochzeit aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

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© Junebugweddings via Daniele Del Castillo

4. Ab in die Unschärfe

Eigentlich zeichnen sich gute Fotos ja unter anderem durch exzellente Schärfe aus. Aber manchmal lohnt es sich, ganz bewusst das Gegenteil zu tun. Unschärfe und ein Spiel mit Licht und Schatten kann wunderbar romantische und weiche Bilder schaffen, die mit ihrer verträumten Ausstrahlung sicherlich jeden begeistern.

Auch eine Idee ist es, einfach mal das Brautpaar unscharf zu stellen und dafür die ahnungslose Hochzeitsgesellschaft im Hintergrund festzuhalten. Seien Sie sicher, dass Sie dabei spannende und emotionale Fotos schiessen werden.

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© Todd McGaw

5. Im Verborgenen

Das Posieren vor der Kamera ist natürlich ein grosser Teil der ganzen Angelegenheit. Aber meistens passieren die schönsten Momente dann, wenn das Paar oder die Gäste gerade nicht vor der Kamera stehen – zumindest vermeintlich. Intime Momente lassen sich am besten von einem «geheimen» Standpunkt aus festhalten. Ein Blick hinter die Tür, bevor die Braut mit ihrem Vater in die Kirche eintritt, ein zärtlicher Moment zwischen dem Bräutigam und seiner Familie in einem unbeobachteten Moment ... Diese Fotografien offenbaren echte Gefühle und halten wichtige und emotionale Ereignisse fest, nicht gestellt und ganz natürlich.

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© Sara Kauss Photography

6. Schattenspiele

Gutes Licht ist das A und O beim Fotografieren. Die richtige Belichtung macht ein Bild perfekt und kann sowohl kleine Makel verstecken als auch den Fokus auf die Hauptattraktion richten. Spannend wird es aber auch, wenn man einmal genau das Gegenteil tut. Das Brautpaar von hinten belichten und nur die Silhouetten einfangen oder den Fokus des Lichts auf etwas Unerwartetes richten – dies verspricht ein dramatisches, spannendes Bild.

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© Kevin Mullins Photography

7. Vordergrund macht Bild gesund

Das Brautpaar und die Gäste sind zwar die Hauptattraktion der Hochzeit, aber das heisst nicht, dass sie immer im Mittelpunkt stehen müssen. Manchmal lohnt es sich, sie einfach mal ein bisschen in den Hintergrund zu stellen, denn wie jeder Fotograf weiss: Vordergrund macht Bild gesund. Ein bisschen Ablenkung im Vordergrund des Bilds ist manchmal ganz hilfreich, den Fokus auf das wirklich Wichtige zu lenken.

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© Gaby J Photography

8. Vogelperspektive

Was von vorne schön aussieht, sieht auch von oben wunderbar aus. Das Brautpaar oder die Hochzeitsgäste von oben zu fotografieren, bringt einen ganz neuartigen Blickwinkel ins Spiel. Es offenbaren sich neue Details, die sonst vielleicht verloren gegangen wären. Ein neuer Trend, den einige Hochzeitspaare schon ausprobiert haben, ist auch die Verwendung von Drohnen während der eigenen Hochzeit. Damit können faszinierende Szenen eingefangen werden und es ist auch problemlos möglich, die ganze Hochzeitsgesellschaft auf ein Bild zu bringen. Da kann sich keiner mehr beschweren, oder?

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© Phillippe Wiget Photography

9. Die Leere geniessen

Hochzeiten – hier tummeln sich viele Leute, das ist klar. Eine gute Idee ist es daher, die Location und die vorbereitete Dekoration vor der Ankunft der Gäste festzuhalten. Denn mit diesen Dekorationen und Details haben die Braut und der Bräutigam schliesslich viele Stunden zugebracht, und die kunstvollen Arrangements nicht auf Film einzufangen, wäre eine Verschwendung.

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© Jasmine Star Photography

10. Einfach mal kopfstehen

Wieso immer so konventionell? Wer ein bisschen Frische in seine Fotos bringen möchte, der sollte einfach mal die Welt kopfstehen lassen. Ob nun die Reflexion vom Spiegelbild oder eine Pose im Gras, diese Bilder strahlen Verträumtheit und Intimität aus.

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© Michelle Lyerly Photography

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