Lichtempfindliches, fotochemisches Material (Film) wird durch Lichteinwirkung chemisch verändert und durch weitere Verfahrensschritte zum fertigen Bild verarbeitet.
Digital
Ein lichtempfindlicher, elektronischer Sensor wird durch Lichteinwirkung spannungsmässig verändert und produziert unmittelbar durch Ladungsverschiebungen ein fertiges Bild. Die optischen Gegebenheiten bleiben prinzipiell erhalten. Fotografiert wird sowohl im analogen als auch im digitalen Bereich weiterhin über ein optisches Belichtungssystem, nur auf einem anderen Sensor (Chip).
Bildinformationen
Pixel
Der Begriff "Pixel" steht verkürzt für "Picture Element", also Bildelement oder -punkt. Pixel sind quadratische Bildpunkte, aus denen digitale Bilder aufgebaut sind. Jedem Pixel eines Digitalfotos entspricht eine Fotodiode auf dem Chip-Sensor der Digitalkamera.
Prinzipiell sind die lichtempfindlichen Kristalle im herkömmlichen Filmmaterial auch nichts anderes als "Pixel", ebenso wie die lichtempfindlichen Zellen im menschlichen Auge.
Die Pixelanzahl beschreibt die Grösse des resultierenden Bildes und hat erst in zweiter Linie etwas mit dem Seitenverhältnis zu tun.
Methode zur Neutralisierung von Farbstichen bei digitalen Aufnahmen, die durch nicht angepasste Farbtemperatur des Aufnahmelichts entstehen können.
Die meisten Digitalkameras besitzen einen automatischen Weissabgleich: Die Farbzusammensetzung des Umgebungslichts wird vom Belichtungssensor analysiert und in einen Farbtemperaturbereich eingestuft.
Bildauflösung
Die Bildauflösung des CCD-Chips hat den grössten Einfluss auf die Detailtreue der Aufnahme.
Sie wird bestimmt durch die Anzahl der CCD-Elemente (Fotodioden) auf dem Flächensensor, entweder als Gesamtzahl oder als Proportion von Breite und Höhe. Davon zu unterscheiden ist die Auflösung, mit der ein Bild ohne Qualitätseinbussen im Druck oder am Bildschirm wiedergegeben werden kann.
Unmittelbar von den Pixelabmessungen hängt auch die Ausgabegrösse ab, mit der das Bild maximal wiedergegeben werden kann, ohne dass das Auge störende Pixelstrukturen erkennt.
Farbtiefe
Die Farbtiefe wird als Anzahl von möglichen Tonwertabstufungen pro Farbe angegeben. Eine Kamera mit 8-Bit Farbtiefe digitalisiert pro Farbkanal (Rot, Grün u. Blau) 256 unterschiedliche Abstufungen.
Bei einem Dreikanalbild ergibt das rund 16,7 Mio. mögliche, unterschiedliche Farben.
Bildspeicher
Bildspeicher sind festeingebaute oder wechselbare Datenträger für digitale oder analoge Bildinformationen.
Im Bereich der digitalen Bildspeicher ist noch kein einheitlicher Standard festgelegt. Sie unterscheiden sich sowohl von Hersteller zu Hersteller als auch in ihrer Speicherkapazität. Einige Beispiele sind der Memory Stick, die Memory Card und die Smart Media Card.
Kompression
Kompressionsverfahren einer Digitalkamera verringern nicht die Anzahl der Bildpunkte, sondern reduzieren den Speicherbedarf, aber mit einem Qualitätsverlust. Die Kamerasoftware untersucht die Aufnahme, ob bestimmte Farbinformationen entbehrlich sind und ändert die Farben entsprechend ab. Ziel ist es, die Anzahl unterschiedlicher Farben im Bild so zu reduzieren, dass der farbliche Gesamteindruck nicht darunter leidet.
Qualitätsverluste sind: Verunschärfung, Vergröberung oder Kontrastverringerung.
Dateiformate
JPEG (*.jpg):
weit verbreitet, mehrere Kompressions- und Qualitätsstufen möglich, erhält alle Farbstufen eines RGB-Bildes, Komprimierung verlustbehaftet
TIFF (*.tif):
weniger verbreitet (Profikameras), unkomprimierte Bilddateien
Bitmap (*.bmp):
standardmässiges Windows-Format, Farbtiefe1-Bit bis 24-Bit möglich
GIF (*.gif):
komprimiertes Format zur Darstellung im Internet
Photo-CD-Format (*.pcd):
von KODAK eingeführtes Format für die Foto-CD, zum Scannen von Filmen und Dias ohne Material- und Aufnahmeeinflüsse
Digitalisieren von Bildern
Möglichkeiten der Digitalisierung von Bildern und Motiven von Scanner und Kamera.
Scanner
Scanner werden unterschieden in Durchlicht - für transparente Filmmaterialien und Auflicht - für Bilder. Sie dienen zur Digitalisierung von analogen Bilddatenträgern (Film, Dia, Bild, Druck).
Kamera
Kamera (digital) beinhaltet in der Regel einen CCD-Chip, auf dem die Bild-(Licht-) Informationen als elektrische Ladungen wahrgenommen und mit Hilfe der Kamera-Software weiter verarbeitet werden.